Parasympatholytika

Parasympatholytika (Singular: Parasympatholytikum) sind eine Arzneimittelgruppe, die entgegen der Parasympathikuswirkung im Körper agieren. Der Parasympathikus zählt zum vegetativen Nervensystem im Körper und bewirkt ganz allgemein gesprochen eine Art Verlangsamung aller innerkörperlicher Abläufe. – Er ist der Gegenspieler der Sympathikus, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzt.

Die Wirkung am Herzen erfolgt vor allem durch Erhöhung der Herzfrequenz: das bedeutet, dass das Herz schneller schlägt. (An der Lunge würde ein Medikament dieser Gruppe zur Bronchodilatation, also zur Entspannung führen und wird deswegen hier auch im Rahmen einer COPD angewendet.)

Unerwünschte Arzneimittelwirkung (Nebenwirkungen):

Problem hier ist es, dass die Parasympatholytika nicht nur auf ein Organ spezifisch wirken, sondern den ganzen Körper betreffen. Wird dieses Arzneimittel für eine Herzerkrankung verabreicht, so muss man trotzdem immer die Wirkung auf die anderen Organsysteme mit berücksichtigen.