Sympathomimetika
Sympathomimetika (Singular: Sympathomimetikum) sind eine Gruppe von Medikamenten, die die Wirkung des Sympathikus unterstützen und verstärken. Der Sympathikus gehört zum vegetativen Nervensystem und fungiert als Gegenspieler des Parasympathikus. Der Effekt des Sympathikus besteht darin, den Körper - zum Beispiel durch Steigerung der Herzfrequenz – sozusagen in „Alarmbereitschaft“ zu versetzen.
Sie finden ihre Anwendung vor allem bei bradykarden Herzrhythmusstörungen, das heißt, wenn das Herz zu langsam schlägt.
Wirkweise:
Sympathomimetika wirken als Antagonisten, das heißt als Gegenspieler, der Adrenozeptoren. Sie sind Substanzen, die wie die normalen Überträgerstoffe (Adrenalin und Noradrenalin) des sympathischen Nervensystems an den entsprechenden Strukturen wirken und somit deren Wirkung verstärken: vor allem kann dadurch eine Broncholyse (also eine „Entspannung“ in der Lunge und bei überwiegender Erregung der beta-Rezeptoren eine Erweiterung der Gefäße, eine Vasodilatation, erreicht werden. Man unterscheidet in dieser Medikamentengruppe zwischen direkten und indirekten Sympathomimetika.